Umbruch in der DDR - Interviewausschnitte

Von

Dr. Horst Lange, Dr. Uwe Matthes ( Institut für Film, Bild und Ton, DDR 1990)

Jan Henselder/ Medienarchiv der HTW Berlin

"Im Frühjahr 1990 führten Dr. Horst Lange und Dr. Uwe Matthes Interviews mit Michael Arnold, Tatjana Böhm, Rainer Eppelmann, Dr. Gottfried Forck, Dr. Gregor Gysi, Klaus Höpcke, Walter Janka, Prof. Dr. Jürgen Kuczynski, Gerd Poppe, Friedrich Schorlemmer, Prof. Dr. Dieter Segert, Dr. Wolfgang Ullmann, Dr. Christine Weiske, Konrad Weiß, Prof. Dr. Dieter Wittich und Peter Zimmermann zu den Ereignissen und Ursachen der „Wende“. Die Videoreihe ist eine der wenigen Videoproduktionen des Instituts. Sie zeigt einerseits ein Stimmungsbild der führenden Akteure der Wende kurz vor den ersten freien Wahlen am 18.3.1990 und andererseits, wie die ehemals staatliche DDR-Institution IFBT versucht, sich in Anbetracht einer veränderten Gesamtsituation neu zu positionieren. Die Produktion erfolgte durch das „Institut für Film, Bild und Ton“ (IFBT), welches in der DDR von 1964 bis 1990 für die Erstellung von audiovisuellen Lehrmitteln für Hochschulen und andere wissenschaftliche Institutionen zuständig war. Unter anderem gehen die Interviews folgenden Fragen nach: Durch welche politischen Kräfte erhält der Erneuerungsprozess seine entscheidenden Impulse? Welche Rolle spielte die Kirche bei der Formierung der Opposition? Worin bestehen die Ursache der Krise? Wie ist der Verlauf der Ereignisse von Herbst ‘89 und Frühjahr ‘90 zu bewerten? Wie werden Tempo und Tiefe der Veränderungen und der darin eingeschlossene Lernprozess durch die verschiedenen politischen Kräfte reflektiert? Wie entwickelte sich das Konzept von der Einheit Deutschlands? Welche Rolle spielte der Runde Tisch bei der Überwindung der administrativen-zentralistischen Gesellschaftsstrukturen und stalinistischer Denk- und Verhaltensmuster? In welcher Weise wird die Erneuerung der einst wichtigsten Stütze des deutschen Stalinismus, der SED und späteren PDS, im politischen Spektrum hierzulande reflektiert? Die Interviews sollten ursprünglich auf VHS-Videokassetten an Schulen und Bildungseinrichtungen vertrieben werden. Bedingt durch die Auflösung des IFBT im September 1990 kam die Produktion jedoch nicht mehr in den Vertrieb. Die durch altersbedingte Verfallsprozesse bedrohte Videointerviewreihe wurden 2008 zufällig im HTW-Medienarchiv der Hochschule für Technik und Wirtschaft entdeckt und 2011 mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur digital gesichert und transkribiert."
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Sprache

Deutsch

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Deutschland

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