Vom Ende der Habsburgermonarchie bis zur Ersten Republik

Von

Adolf Werner

Abstract: "Bei meiner Dissertation befasse ich mich mit jenem Zeitraum der österreichischen Geschichte, der sich vorn Ende der Habsburgermonarchie bis zur Ersten Republik erstreckt. Die mir zur Verfügung stehende Quelle, der bisher unbearbeitete „Nachlass Chlumecky", wurde von mir darin auf Basis neuester wissenschaftlicher Forschung diskutiert. Freiherr Leopold Chlumecky wurde am 3.2.1873 in Wien geboren. Er starb am 14.1.1940 in Buenos Aires. Geistige Beweglichkeit, Redetalent und Ehrgeiz förderten seine politischen und journalistischen Tätigkeiten. Der „Nachlass Chlumecky" zeigt die Sicht eines politisch kompetenten Zeitzeugen, der seine Informationen über die Vorgänge dieser Zeit von dazu höchstberufenen Persönlichkeiten aus Politik und Gesellschaft erhielt. Zum Thronfolger Franz Ferdinand fand er guten Zugang, wobei beide profitierten. Chlumecky wurde über die Aktivitäten der Militärkanzlei Franz Ferdinands informiert und der Thronfolger brachte seine Anliegen über die „Österreichische Rundschau" an die Öffentlichkeit. Zum Chef des Generalstabes, Conrad v. Hötzendorf, verband ihn Freundschaft. Neue Erkenntnisse zum bisherigen Forschungsstand bringen die Briefe an seinen Vater vor Italiens Kriegseintritt. Sie zeigen das hektische Bemühen der österreichischen Politiker, Italien vom Krieg abzuhalten. Durch seine Kontakte zum Kriegsgegner Giovanni Giolitti erhielt der Ballhausplatz aktuelle Informationen über die Vorgänge im italienischen Parlament. Durch seine Entsendung als politischer Beobachter in die Schweiz im Sommer 1915 wurde das Ministerium des Äußern bzw. Conrad von gegen Österreich gerichtete Aktivitäten der Tschechen informiert. Die Korrespondenz mit Josef Redlich brachte wertvolle Informationen über die politische Situation in Österreich während der Zwischenkriegszeit. Alle Erkenntnisse, die ich aus dem „Nachlass Chlumecky" gewinnen konnte, wurden von mir in das aktuelle wissenschaftliche Geschichtsbild dieser Zeit eingearbeitet. "
Veröffentlicht durch
Sprache

Deutsch

Land

Austria

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