Wilfried Tanner: Analyse des Stellungskrieges am Isonzo von 1915 - 1917

Von

Wilfried Tanner

Universität Wien

Abstract der Dissertation: "Zu Beginn des dritten Jahrtausends, in einer von Terrorismus und Wirtschaftskrise bedrohten Zeit, behandelt diese Forschungsarbeit ein Thema, welches sich auf den Ersten Weltkrieg, der von vielen Historikern als das Grundübel des vorigen Jahrhunderts bezeichnet wurde, stützt. Anhand von Primärquellen, die aus den Neuen Feldakten des Österreichischen Staatsarchivs stammen, stellt der Autor die Eskalation des Waffeneinsatzes einer österreichisch-ungarischen Division anhand von drei Schlachten im Stellungskrieg am Isonzo dar. Als zentrale Vergleichswerte wurden aufbauend auf das operative Vorgehen der österreichisch-ungarischen als auch der italienischen Armee vor allem die Komponenten Maschinengewehre, Geschütze, Einsatz von Personal und die damit verbundenen Gliederungen, die Moral der Truppe und schlussendlich die Verlustzahlen der Truppenkörper herangezogen. Basis und Information zugleich bildet das Anfangskapitel, welches den Leser über den Status quo ante aufklärt und ihm den Inhalt der Arbeit verständlicher und übersichtlicher erscheinen lässt. Zahlreich angeführte Tabellen und Grafiken sind, um zu einer Schlussfolgerung beziehungsweise Beantwortung der Forschungsfrage zu kommen, notwendig, bilden zudem auch eine erhöhte Anschaulichkeit für den Leser. Zahlen, Daten und Fakten der erwähnten Komponenten werden fortlaufend im „Analyseteil“ betrachtet und einander gegenübergestellt, um letztlich ein Ergebnis für die herangezogene Infanteriedivision liefern zu können. Es sei erwähnt, dass sich der Einsatz von Personal und Material im Zuge der einzelnen Isonzoschlachten, welche in Form eines Stellungskrieges im überaus schwierigen und herausfordernden Karstgebirge geführt wurden, dramatisch steigerte, was in letzter Konsequenz jedoch auch zu einer Vervielfachung der Toten führte. Die Verluste von Soldaten auf beiden Seiten standen den geringen italienischen Geländegewinnen in den elf Isonzoschlachten gegenüber. In vielen Bereichen war die österreichisch-ungarische Armee der ihr gegenüberliegenden italienischen weit unterlegen, jedoch gelang es ihr, den an sie gestellten militärischen Auftrag zu bewältigen."
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Austria

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