Dr. Stephanie Zloch

Nachwuchsgruppenleiterin (Leibniz-Wettbewerb-Gruppe)

Europa. Narrative, Bilder, Räume

Georg-Eckert-Institut - Leibniz-Institut für internationale Schulbuchforschung

Celler Str. 3

DE

38114 Braunschweig

zloch@gei.de

http://www.gei.de/mitarbeiterinnen/dr-stephanie-zloch.html

Forschung und Projekte

Aktuelle(s) Projekt(e)

Leibniz-Wettbewerb-Gruppe "Migration und Bildung in Deutschland seit 1945" (ab Juli 2015):
Zu Migration und Bildung wird vor allem aus einer Gegenwartsperspektive geforscht und debattiert. Das Projekt erweitert die Perspektive, indem es zunächst die Historizität von Gesellschaftsentwürfen, Normen und Werten, die die Debatten um migrationsbedingte Diversität nach 1945 geprägt haben, analysiert und sichtbar macht. Zum zweiten rückt die Heterogenität der Migranten in den Blick, da Vertriebene aus den ehemals deutschen Ostgebieten, Überlebende der Shoah, „Gastarbeiter“, Spätaussiedler und Asylsuchende berücksichtigt werden. Zum dritten geht es um Handlungsstrategien. In Deutschland, das sich lange Zeit nicht als Einwanderungsland definierte, agierte die Bildungspolitik sehr defensiv auf Migrationsherausforderungen. Sozialen Praktiken an den Schulen kam deshalb große Bedeutung zu. Das Projekt verzahnt daher analytisch die „klassische“ top-down-Perspektive auf Politik und Staat mit der bottom-up-Perspektive auf Aushandlungsprozesse vor Ort.

Frühere Position(en)

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im DFG-Projekt „Das ,Pruzzenland‘ als gebrochene Erinnerungsregion. Konstruktion und Repräsentation eines europäischen Geschichtsraums in Deutschland, Polen, Litauen und Russland seit 1900“

Veröffentlichungen

Monographien (und Dissertation)

Zloch, Stephanie: Polnischer Nationalismus. Politik und Gesellschaft zwischen den beiden Weltkriegen [Industrielle Welt. Schriftenreihe des Arbeitskreises für moderne Sozialgeschichte, Bd. 78], Köln – Weimar – Wien 2010

Artikel

Compensation for Forced Labourers in the Czech Republic, in: Constantin Goschler (ed.): Compensation in Practice. The Foundation ‚Remembrance, Responsibility and Future‘ and the Legacy of Forced Labour during the Third Reich, New York – Oxford 2017, S. 156 - 181.

Ideas of Landscape Influenced by Forced Migration: The Historical Region East Prussia in German, Polish, Russian and Lithuanian Textbooks, in: Martin Zückert and Heidi Hein-Kircher (eds.): Migration and Landscape Transformation. Changes in Central and Eastern Europe in the 19th and 20th Century [Veröffentlichungen des Collegium Carolinum, Bd. 134], Göttingen 2016, S. 153 - 174

Ostpreußens Nachleben. Ausbildung bzw. Konstruktion regionaler Identität bei Kindern und Jugendlichen im polnisch-russischen Vergleich von 1945 bis heute, in: Burkhard Olschowsky, Robert Traba, Matthias Weber und Andrea Huterer (Hrsg.): Region, Staat, Europa. Regionale Identitäten unter den Bedingungen von Diktatur und Demokratie in Mittel- und Osteuropa [Schriften des Bundesinstituts für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa, Bd. 50], München 2014, S. 87 – 100.

Entschädigung für Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Tschechien, in: Constantin Goschler, José Brunner, Krzysztof Ruchniewicz und Philipp Ther (Hrsg.): Die Entschädigung von NS-Zwangsarbeit am Anfang des 21. Jahrhunderts, Bd. 3: Nationale Selbstbilder, Opferdiskurse und Verwaltungshandeln. Das Auszahlungsprogramm in Ostmitteleuropa, Göttingen 2012, S. 7 - 76.

Gibt es einen "osteuropäischen Nationalismus"? Anmerkungen zur Persistenz einer historischen Interpretationsfigur, in: Pavel Kolář und Miloš Řezník (Hrsg.): Historische Nationsforschung im geteilten Europa 1945 - 1989 (Kölner Beiträge zur Nationsforschung, Bd. 10), Köln 2012, S. 51 – 70.

Herausgeberschaften und Editionen

Zloch, Stephanie (Hrsg., zusammen mit Izabela Lewandowska): Das ,Pruzzenland‘ als geteilte Erinnerungsregion. Konstruktion und Repräsentation eines europäischen Geschichtsraums in Deutschland, Polen, Litauen und Russland seit 1900 [Schriftenreihe des Georg-Eckert-Instituts – Leibniz-Instituts für internationale Schulbuchforschung, Bd. 135], Göttingen 2014

Forschungsinteressen und Arbeitsgebiete

Migrationsgeschichte, Wissensgeschichte, Bildungsgeschichte, Regionalgeschichte, Nationalismusforschung
Deutschland, Mittel- und Osteuropa