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Einen kompakten Überblick über verschiedene Rechercheinstrumente vermittelt die ViFaOst, in der für unterschiedliche Materialarten zahlreiche Datenbanken einzeln und kombiniert abgefragt werden können (Metasuche).
Wichtigstes elektronisches Hilfsmittel für die Suche nach Bestandsdaten, d.h. nach ausleih- oder einsehbaren Büchern, sind neben den konventionellen die elektronischen Kataloge der Sondersammelgebietsbibliotheken. Bei der Suche empfiehlt es sich, vorab die Besonderheiten der jeweiligen Katalogsituation eingehend zu studieren, da nicht immer gewährleistet ist, dass alle Titel in identischer Erschließungstiefe im elektronischen Katalog enthalten sind. Die OPACs einiger führender Osteuropabibliotheken in Deutschland können über das Katalogmodul der ViFaOst parallel abgefragt werden. Ausgewählte Nationalbibliotheken sind zudem in die Metasuche des Karlsruher Virtuellen Katalogs eingebunden, wenngleich in manchen Fällen die originalschriftliche Suche im Online-Katalog der jeweiligen Einrichtung bessere Ergebnisse liefern dürfte.
Zur Recherche bibliographischer Daten sind auch Fachbibliografien und Literaturdatenbanken geeignet, die je nach Ersteller ein bestimmtes inhaltliches Profil aufweisen und kostenfrei oder kostenpflichtig sein können. In Aufsatzdatenbanken sind – im Gegensatz zu den meisten Bibliothekskatalogen – systematisch Artikel erschlossen. Einen Überblick über für die osteuropäische Geschichte einschlägige Aufsatzdatenbanken sowie einer Reihe weiterer bibliographischer und anderer Datenbanken bietet die ViFaOst in ihrem Datenbankführer.
Einen recht umfassenden Überblick über neue Aufsätze zur osteuropäischen Geschichte bietet die Zeitschriftenschau Osteuropa. Über neu erschienene Bücher zur osteuropäischen Geschichte können sich Nutzer dagegen am besten über die „Neuerwerbungsdienste“ der o.a. Sondersammelgebietsbibliotheken informieren. Sie erhalten dadurch zugleich einen Überblick über osteuropäische Neuerscheinungen auf dem deutschen wie internationalen Buchmarkt:
Zunehmend an Bedeutung gewinnen für die Literatursuche Volltextdatenbanken, d.h. umfassende Angebote von E-Books oder elektronischen Zeitschriften, bei denen nicht nur die bibliographischen Daten, sondern unmittelbar die Publikationen selbst durchsuchbar sind. Für die Geschichte Osteuropas von besonderer Relevanz sind die Datenbanken JSTOR und CEEOL.
Mehr und mehr enthält auch das Internet für die Wissenschaft einschlägige Materialien. In der Regel werden diese von den zuständigen Sondersammelgebietsbibliotheken in eigenen Katalogen für wissenschaftlich relevante Internetressourcen verzeichnet. Der umfangreichste Katalog mit für die Osteuropaforschung relevanten Webseiten, Publikationen etc. des In- und Auslands ist OstNet mit über 10.000 inhaltlich erschlossenen Nachweisen. Dieser wird von der Bayerischen Staatsbibliothek und dem Herder-Institut Marburg in Kooperation mit der UB Greifswald kontinuierlich ausgebaut und gepflegt. In der Informationssammlung Osteuropa-Netzwerk sind dagegen neben wissenschaftsrelevanten Datenbanken, Mailinglisten oder Veranstaltungskalendern auch stärker praxisbezogene Nachweise etwa zu Reisebüros oder Linksammlungen enthalten.
Neben übergreifenden Rechercheinstrumenten zur Osteuropawissenschaft existieren zumeist in engem Zusammenhang mit der Forschung vielfach auch solche mit regionalem und/oder thematischem Zuschnitt.[9] So bietet das Herder-Institut-Marburg zur Geschichte Ostmitteleuropas auf seiner Homepage neben dem Katalog der umfangreichen Institutsbibliothek Datenbanken zu Bildern, Karten und digitalisierten Quellen an. Auf der Webseite des Collegium Carolinum werden zur Geschichte der böhmischen Länder, Tschechiens und der Slowakei neben dem Bibliothekskatalog etwa Fachbibliografien sowie eine Konkordanz geographischer Namen bereitgestellt. Das Wissenschaftszentrum Ost- und Südosteuropa Regensburg bietet neben dem Bibliothekskatalog dem Arbeitsgebiet entsprechende Publikationsreihen etwa als Datenbank oder Bibliografien an. Das Bundesinstitut für Kultur und Geschichte der Deutschen im östlichen Europa präsentiert u.a. Nachweissysteme zu Forschungsarbeiten und Institutionen zum Arbeitsschwerpunkt. Mit den Bibliothekskatalogen online ist außerdem das Geisteswissenschaftliche Zentrum Kultur und Geschichte Osteuropas an der Universität Leipzig, während die Forschungsstelle Osteuropa Bremen verschiedene Suchfunktionen über ihre reichhaltigen Archiv- und Bibliotheksbestände zur Dissidentenbewegung in Osteuropa aufbaut. Einen zusammenfassenden Überblick über die Bestände von über zwanzig Bibliotheken und wissenschaftlichen Einrichtungen wie beispielsweise der Stiftung Martin Opitz Bibliothek in Herne bietet der Verbundkatalog östliches Europa, der rund 600.000 Titel nachweist und über die Metasuche der ViFaOst erfasst wird.
[8] Der monatlich aktualisierte Neuerwerbungsdienst Ungarn kann gegenwärtig nur über einen Link auf folgender Seite aufgerufen werden: <http://www.vifaost.de/neuerwerbungen/>.
[9] Dieser Überblick erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, berücksichtigt sind v.a. Institutionen, deren Website neben reinen Informationen über die Tätigkeit der Einrichtung auch nennenswerte Online-Ressourcen bieten; zu Informationen über außeruniversitäre Forschungseinrichtungen siehe den Abschnitt „Fachservice“ in diesem Guide.