Institutionelle Förderer

Institutionelle Förderer

 

Bayerische Staatsbibliothek, München

Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften

Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung, Berlin

Böhlau Verlag GmbH & Cie, Köln

Campus Verlag GmbH, Frankfurt am Main

Franz Steiner Verlag GmbH, Stuttgart

Friedrich-Ebert-Stiftung, Archiv der sozialen Demokratie, Bonn

Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung, Braunschweig

Gerda Henkel Stiftung, Düsseldorf

Hamburger Edition, Verlag des Hamburger Instituts für Sozialforschung

Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, München

Historisches Institut, FernUniversität in Hagen

Historisches Institut, Universität der Bundeswehr München

Historisches Institut, Universität Mannheim

Historisches Institut, Universität Paderborn

Historisches Seminar, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Historisches Seminar, Johann Wolfgang Goethe-Universität

Historisches Seminar, Leibniz Universität Hannover

Historisches Seminar, Universität Luzern

Historisches Seminar, Universität Siegen

Historisches Seminar, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

IFK - Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften, Wien

IGK Arbeit und Lebenslauf in globalgeschichtlicher Perspektive, Humboldt-Universität zu Berlin

infoclio.ch, Fachportal für die Geschichtswissenschaften der Schweiz, Bern

Institut für Geschichte der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät, Universität Wien

Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung

Institut für Geschichte, Eidgenössische Hochschule Zürich

Institut für Geschichte, Universität Graz

Institut für Geschichtswissenschaften, Humboldt-Universität zu Berlin

Institut für Kulturwissenschaften, Universität Leipzig

Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., Dresden

Institut für schleswig-holsteinische Zeit- und Regionalgeschichte, Universität Flensburg

Institut für Zeitgeschichte, München-Berlin

Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Karl-Lamprecht-Gesellschaft Leipzig e.V.

Klartext Verlag. Jakob Funke Medien Beteiligungs GmbH & Co. KG, Essen

Leibniz Institut für Europäische Geschichte (IEG), Mainz

Leibniz-Institut für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) e.V.

Max Weber Stiftung - Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland, Bonn

Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte, Frankfurt am Main

Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen

Peter Lang GmbH - Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main

Philipp Reclam jun. Verlag GmbH, Ditzingen

Seminar für Alte Geschichte, Universität Heidelberg

Staatsbibliothek zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz

Stiftung Deutsches Hygiene-Museum, Dresden

Stiftung Hamburger Institut für Sozialforschung

Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.

Verlag C.H. Beck, München

Verlag Ferdinand Schöningh GmbH & Co. KG, Paderborn

Verlag Vittorio Klostermann GmbH, Frankfurt am Main

Verlag Westfälisches Dampfboot, Münster

Wallstein Verlag, Göttingen

Waxmann Verlag GmbH, Münster

Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam e.V., Potsdam

Clio-online Guide Austria

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Einleitung

Geschichtswissenschaftliches Arbeiten erfährt durch das breite Internetangebot eine zusätzliche Dimension. Es ist nicht immer leicht, auf Angebote im Netz zu stoßen, die die historiografische Arbeit erleichtern oder sie sogar bereichern. Der vorliegende Guide kümmert sich um die Webangebote, die im Raum Österreich offeriert werden und für Studierende, Lehrende, aber auch Forscher relevant sind. Das vielfältige Angebot wird über eine Plattform (Österreichische Nationalbibliothek), ein Portal (Zeitgeschichte-Informations-System) - beide beziehen sich eher auf einen Zugang zur Zeitgeschichte- und eine Homepage bzw. ein Portal (Institut für Geschichte, Universität Wien) erschlossen. Anhand der Ressourcen, die diese drei Einstiege darbieten, seien es Webpräsentationen, Online-Quellen, Archive usw., wird versucht ein in Aufbereitung und Inhalt qualitativ hoch stehendes Angebot zu filtern, das kurz und prägnant erläutert werden soll. Davor findet sich der Punkt Online Medien, der vor allem die aktuelle historiografische Fragestellung an und in Österreich erkennbar machen soll.

Selbstverständlich kann im Umfang dieses Guides nicht jede Seite genau gescannt bzw. rezensiert werden. Die Lücken, die entstehen, sollen und können aber mit Hilfe des richtungsweisenden Linkangebots gefüllt werden.

Autoren

Martin Gasteiner studiert an der Universität Wien Geschichte, ist Tutor am Institut für Geschichte und Mitarbeiter von Geschichte Online. Fachliche Schwerpunkte: Geschichtswissenschaft und Psychoanalyse; Neue Medien in den Geschichtswissenschaften.
Er ist zu erreichen unter: martin.gasteiner@univie.ac.at

Christian Pape studiert in Wien Geschichte und Politikwissenschaft und ist Redaktionsmitglied einer Menschenrechtszeitschrift. Fachliche Schwerpunkte: Zeitgeschichte; Geschichte der Psychoanalyse; Magisterarbeit: Psychoanalyse und katholische Kirche.
Er ist zu erreichen unter: christian.pape@chello.at

 

Stand: Januar 2006

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Ausgewählte Onlinemedien zur Einführung in die österreichische Geschichtslandschaft

Zur Einführung weisen wir hier auf ONLINEMEDIEN hin, die einerseits die historiografische Fragestellung in und an Österreich zeigen, aber auch nach Geschichtsbildern und Mentalitäten des heutigen Österreich fragen. Der Sinn dieser Auswahl ist es der Leserin/dem Leser dieses Guides Österreichbilder aus verschiedenen, kritischen Perspektiven aufzuzeigen.

So enthält die Homepage des Instituts für Geschichte Linz E-Texte zur Neueren Geschichte und Zeitgeschichte wie auch das Ludwig Boltzmann-Institut für Geschichte und Gesellschaft (E-Texte) und das Ludwig Boltzmann-Institut für Historische Sozialwissenschaften (E-Texte).
Der virtuelle Zeitschriftenlesesaal ANNO, der unter Punkt 2 genauer beschrieben wird, birgt die Zeitschrift Zeitgeschichte. Das Demokratiezentrum bietet neben der Austria Wochenschau umfangreiche Erläuterungen zur Frage Who is Austria an und die Österreichische Mediathek macht sich durch eine Akustische Webausstellung zum Staatsvertrag hörbar.
 
An dieser Stelle muss aber auch das Kulturinformationssystem aeiou angeführt werden. Um prinzipielle Begriffe oder auch Kurzbiografien zur Geschichte und Kultur Österreichs zu klären, empfiehlt sich dieses  auch in englischer Sprache abrufbare Kulturinformationssystem, das 1996 im Zuge der Feiern „1000 Jahre Ostarrichi“ ins Leben gerufen wurde. Bemerkenswert ist die Wahl des Namens dieser Seite, der vielleicht ein Stück weit zur Klärung österreichischer Mentalität beitragen kann. 

In technischer Hinsicht wurde das System vom Institut für Informationssysteme an der TU Graz entwickelt. Das Fundament des Datenmaterials bildet das Österreich Lexikon, das 1995 von einer Verlagsgemeinschaft herausgegeben wurde. Das System, finanziert durch das Ministerium für Bildung Wissenschaft und Kultur, wuchs dann durch Materialien verschiedener Institutionen. So finden sich neben Ton und Filmdokumenten auch Bilderalben zu verschiedenen Epochen. Außerdem beinhaltet die Konzeption dieses Projekts eine Möglichkeit zur Annotation und gibt somit der Userin/dem User die Möglichkeit sich zu beteiligen und damit das System zu erweitern.

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Österreichische Nationalbibliothek (ÖNB)

Neben dem ZIS des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck und der hier vorgestellten Site des Instituts für Geschichte an der Universität Wien ist die Seite der österreichischen Nationalbibliothek der wohl breitest mögliche Einstieg in die Geschichte Österreichs. Die ÖNB versteht sich laut Webseite als „dienstleistungsorientiertes Informations- und Forschungszentrum und als herausragende Gedächtnisinstitution des Landes.[1]“ Die Seite der österreichischen Nationalbibliothek, die neben der Datenbank  österreichische Bibliografie auch einen Link zum österreichischen Bibliothekenverbund aufweist, ist zwar kein fachspezifisches Portal, das sich ausschließlich dem von uns dargestelltem Thema widmet, dennoch bietet sie in Kooperation mit anderen österreichischen Institutionen eine Plattform, die fünf Projekte bzw. Datenbanken und damit Seiten beherbergt, die für diesen Guide von hoher Relevanz sind. Die im Folgenden kurz charakterisierten Sites sind über den Link Datenbanken und Kataloge leider nicht übersichtlich abzurufen:

InfoNet-AUSTRIA

Der Service InfoNet-AUSTRIA der ONB in Kooperation mit dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur bietet einen breiten Zugang zu Institutionen und Forschungseinrichtungen in Österreich. Die Site ist einfach gestaltet und gut benutzbar, bietet aber keine Volltextsuche. Empfehlung: Die Userin/der User sollte eher in der Rubrik Themen bzw. Institution recherchieren. Hier sind natürlich nicht nur Institutionen zur Geschichtswissenschaft verzeichnet. Kurze Beschreibungen der Institutionen und nützliche Informationen wie Updates finden sich dann in der Ergebnisliste. Hier werden auch die Homepages vermerkt und prägnant beschrieben.

ARIADNE

Die Datenbank ARIADNE ist eine Serviceeinrichtung der österreichischen Nationalbibliothek und nimmt deren frauenspezifischen Bestand genau unter die Lupe. Die Ariadne Datenbank, die seit 1992 besteht und den Kern der Seite ausmacht, setzt sich aber auch zum Ziel, unselbständige Literatur zu erschließen, wobei nicht nur Literatur aus Österreich, sondern auch internationale Grundsatzliteratur und so genannte graue Literatur, also Literatur, die ausserhalb des Verlagswesens erscheint, verzeichnet wird. Die Datenbank ist zudem einfach zu benutzen und bietet Hilfen zur Suche an. Die Webpage verzeichnet ausserdem eine Onlineausstellung mit dem Titel „Frauen wählet“ [2] und ein Projekt, das sich mit der Frauenbewegung in Österreich beschäftigt [3]. Diesem Projekt sind digitalisierte Volltextdokumente zugeordnet, die sich den Diskursen der österreichischen Frauenbewegung von 1848-1918 widmen. Digitalisiert wurden die Dokumente von Austrian Literatur online. ALO ist ein Digitalisierungsprojekt der Universitätsbibliotheken Innsbruck und Graz, das sich aus den Beständen mehrerer Kataloge speist und Bücher, die im Buchhandel vergriffen sind, innerhalb weniger Tage digitalisiert und zum Download ins Netz stellt (Digitalisierung-on-Demand). Dieser Service ist kostenpflichtig. Zum jetzigen Zeitpunkt sind bereits 8926 Dokumente online abrufbar.

Zurück zur Datenbank Ariadne. Hinweisen möchten wir auch auf den Service der NewsLetter, den die Seite anbietet. Hier finden sich annotierte Listen von interessanten Neuerwerbungen auf dem Gebiet der Frauenforschungsliteratur. Eine E-Mail-Form dieser Newsletter sucht die Userin/der User aber vergebens. Kopierte Ausgaben des Newsletters können aber kostenlos bestellt werden und sind online abrufbar. Zusätzliche Links führen zu Bibliografien, zum österreichischen Frauen-Web und Frauennetzwerken.

BILDARCHIV AUSTRIA

Das Bildarchiv Austria ist ein Digitalisierungsprojekt, das sich aus unterschiedlichen Archiven, wie dem Archiv der Nationalbibliothek, dem historischen Archiv des ORF (österreichischer Rundfunk), des Vereins der Geschichte der Arbeiterbewegung und der österreichischen Gesellschaft für Zeitgeschichte der Universität Wien speist und damit 50.000 zeithistorische Bildquellen zur Verfügung stellt. Als Service besteht die Möglichkeit, die Bilder zu bestellen. Somit stehen die Bildquellen sowohl für wissenschaftliche Recherche, aber auch für kommerzielle oder redaktionelle Verwertung zur Verfügung (kostenpflichtig). Einerseits sind die Bilder über eine Suchfunktion abzurufen, andererseits wird die Suche durch Themenfelder vereinfacht, die sich von Arbeit und Soziales über Kultur bis zu Wissenschaft und Bildung erstrecken. Neben der erwähnten Bilddatenbank bietet die Site immer wieder Online - Ausstellungen an und versucht auch Bildmaterial zu aktuellen Themen zu präsentieren. Unter der Rubrik Forschung finden sich zudem Projekte, die versuchen Bildquellen unter verschiedenen historiografischen Gesichtspunkten zu beleuchten.

Flugblätter-, Plakate- und Exlibris-Sammlung

Unter dem Namen Flugblätter-, Plakate- und Exlibris-Sammlung ist auf der Plattform der ONB eine Seite zu erreichen, die sich vor allem der Bildquelle Plakat widmet. Die reiche Sammlung wird im Bereich Bestände beschrieben. Sie reicht von Einblattdrucken vom 16.- 19. Jahrhundert über Herrscherpatente und Flugblätter der Revolution von 1848 bis zu Filmplakaten aus der Sammlung Joseph Gregor. Dieser Ausschnitt der Bestände zeigt den Reichtum der Sammlung, die sich aber auch durch Digitalisierungsprojekte auszeichnet. Folgende Bestände sind kostenlos abzurufen: Filmplakate von 1910-1955, Bildplakate von 1914-1945, Plakate zu den Nationalratswahlen 1919-1930; Wieder Frei! Österreichische Plakate 1945-1955 [4] Österreichische Plakate und Österreichische Plakate ab 1989. Letztgenannte Datenbank ist „nur“ eine Textdatenbank.

In der einfachen, gut übersichtlichen Navigation der Seite finden sich außerdem Publikationen zum Thema, Hinweise auf Ausstellungen, Projekte und nützliche Links.

ANNO

Der virtuelle Lesesaal der ÖNB nennt sich ANNO [5]. Historische österreichische Zeitschriften und Zeitungen können hier zu vielfältigen Themen abgerufen und online gelesen werden. Die Suche erfolgt zuerst über den Namen der jeweiligen Zeitung, dann über das Datum der Ausgabe. Eine Volltextsuchfunktion steht, wie ich anderen online Medien entnommen habe, in Vorbereitung. Eine Zeitung, die für diesen Guide von besonderem Interesse ist, ist das Digitalisierungsprojekt der Zeitschrift: Zeitgeschichte. Die Zeitschrift wurde im Jahr 1973 von Erika Weinzierl gegründet. Die Zeitschrift, die im Studienverlag erscheint, wollte und will „gegenwartsorientierte Fragestellungen behandeln sowie aktuelle Trends und unbequeme Themen berücksichtigen.[6]“ Hier kann ein Überblick über historiografische Themen von 1973-2004 gewonnen werden. Die vor kurzem dem Projekt ANNO hinzugefügte Rubrik Gesetzestexte, sollte nicht nur für Rechtshistoriker interessant sein. Die digitalisierten Bestände reichen vom Allgemeinen Reichs-Gesetz- und Regierungsblatt für das Kaiserthum Österreich von 1848-1852 bis zum Gesetzblatt für das Land Österreich (1938-1940). Der Link Neu bei Anno Gesetze informiert überdies über neu hinzugefügte Texte. Als Ausbaustufe plant das Projekt eine Volltextsuche der chronologischen Verzeichnisse.


[2] rezensiert von Andrea Rothe für H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=97&type=rezwww
[3] weiteres Angebot von Ariadne: Frauen in Bewegung. Diskurse und Dokumente der österreichischen historischen Frauenbewegung 1848 – 1918, rezensiert von Martina Gugglberger für H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=85&type=rezwww
[4] rezensiert von Georg Christoph Berger Waldenegg für H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=103&type=rezwww
[5] rezensiert von Thomas Wollschläger für H-Soz-u-Kult: http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/rezensionen/id=23&type=rezwww
[6] Claudia Rapp: Beschreibung der Zeitschrift Zeitgeschichte. http://www.univie.ac.at/zeitgeschichte/ztg.html (28.11.2005)

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Zeitgeschichte-Informations-System (ZIS)

Das ZIS des Instituts für Zeitgeschichte der Leopold-Franzens-Universität Innsbruck ist seit 1995 online. Das Portal bietet ein umfangreiches Angebot meist zeithistorischer Websites. Mittels einer Volltextsuche wird es dem Nutzer ermöglicht, immerhin in mehr als 800 Sites zu recherchieren, darunter so wichtige Einträge wie nationale und internationale Archive, Bibliotheken, Museen, universitäre- und ausseruniversitäre Institute und Möglichkeiten der Forschungsförderung. Gleichzeitig ist ein Blättern nach den Begriffen Land, Stichwort oder Zeitraum möglich. Diese sich hiermit ergebende Übersicht bietet nicht nur einen Einstieg in die Zeitgeschichte, sondern liefert darüber hinaus umfangreiches Quellenmaterial, mit dessen Hilfe ein wissenschaftliches Arbeiten unterstützt wird.

Hinter dem Menüpunkt Primärquellen zur Geschichte Österreichs im 20. Jahrhundert eröffnet sich ein breites Spektrum an Quellenmaterialien. Es finden sich dort, neben wichtigen Schwerpunkten, wie jener des viel diskutierten 12. Februar 1934, die Moskauer Deklaration und die alliierte Besatzung, auch eine Fallstudie zum Umgang mit der NS-Vergangenheit in den späten achtziger Jahren, welche die Affäre Waldheim beleuchtet. Als nächster Menüpunkt ist besonders die Dokumentation zur Geschichte Südtirols 1905–1998 hervorzuheben, die unter anderem einen grundlegenden Aufsatz des Leiters des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, Rolf Steininger, als Volltextversion anbietet.
Eva Pfanzelter, eine Mitarbeiterin des Instituts, zeichnet für den Bereich Beziehungen Österreich-Israel seit 1945 verantwortlich. Die Fülle an Informationsmaterial wird hier konsequent beibehalten. Neben einer Chronologie der Ereignisse 1945, einem Glossar und einem sehr hilfreichen Punkt Wichtige Persönlichkeiten findet die Userin/der User einen Auszug aus der Rede des Bundeskanzlers Franz Vranitzky (1993) an der Universität Jerusalem. In dieser revidierte Vranitzky jene Haltung, wonach Österreich das erste Opfer der NS-Aggressionen gewesen sein soll. Gleichzeitig bekannte er sich zur österreichischen Verantwortung für die Opfer des Nationalsozialismus und deren Nachkommen. Auch ein Hinweis auf den Abzug des israelischen Gesandten aus Österreich anlässlich der umstrittenen Regierungsbeteiligung der FPÖ im Jahr 2000 fehlt nicht. Abgerundet wird der Themenkomplex mit weiterführenden Links, Literaturhinweisen und der Einbindung einer israelischen Suchmaschine. In der letzten Rubrik der Homepage wird der Betreiber der Website, das Institut für Zeitgeschichte der Universität Innsbruck, sowie dessen MitarbeiterInnen vorgestellt.
Auf der Homepage werden Vorträge und Konferenzen angekündigt, ebenso wird auf Projekte des Instituts aufmerksam gemacht. So zum Beispiel die virtuelle Ausstellung über die Geschichte der jüdischen Familie Turteltaub.
Das ZIS ist ein unverzichtbares Angebot innerhalb der historisch ausgerichteten Onlinelandschaft Österreichs und stellt mit seinem breiten Informationsspektrum und mit seinem umfangreichen Quellenmaterial ein unverzichtbares Portal zur Geschichte Österreichs dar. Diese hohe Qualität wird jedoch um den so wichtigen Faktor der Aktualität gemindert. Die letzte Aktualisierung erfolgte am 13. August 2003, dies hat zur Folge, dass der verstorbene Palästinenserpräsident Yassir Arafat laut ZIS noch unter den Lebenden weilt. Die letzte Ankündigung einer Veranstaltung ist jedoch mit Juni 2005 datiert. Womöglich wurde versäumt, die Aktualisierung auch tatsächlich auf der Site zu vermerken.
Die im Nachfolgenden beschriebenen Websites sind alle über die ZIS-Datenbank zu finden und stellen eine exemplarische Auswahl für hoch qualitative und nicht zuletzt engagierte Websites dar.

ÖSTERREICHISCHE HISTORISCHE BIBLIOGRAFIE (ÖHB)

Das Institut für Geschichte der Universität Klagenfurt hat sich zur Aufgabe gemacht, Publikationen der österreichischen Geschichtsforschung, soweit diese in Österreich erschienen sind, zu verzeichnen. Die Bibliografiedatenbank, die über ein Suchformular zugänglich ist, notiert ungefähr 170.000 Titel. Mit dem Jahr 1945 beginnend, notiert die Datenbank Monografien, Reihenwerke, Artikel aus Festschriften, Sammelwerke, Zeitschriften und Periodika, Diplomarbeiten, Dissertationen und Habilitationsschriften aber auch Sach- und Personalbibliografien zu historischen Themen.

KAKANIEN-REVISITED

Dem Land, dem Robert Musil den Namen Kakanien gab, wird hier erneut ein Besuch abgestattet.  Beiträge und Projekte sind ebenso abrufbar wie Rezensionen und E-Texte. Um Aktualität zu garantieren, finden sich auf dieser Seite auch Weblogs. Einfach zu navigieren präsentiert sich hier ein Forschungsraum bzw. ein Forschungsnetzwerk als Plattform, das als virtuelles Lernobjekt ebenso zu nutzen ist wie als Forschungsüberblick. Die Internationalität der Site ist beeindruckend. Ein multiperspektivischer und vor allem interdisziplinärer Ansatz, der sich mit dem Forschungsgebiet Mittel- Ost- und Zentraleuropa beschäftigt, steckt dahinter. Hinzuweisen ist noch auf das Linkverzeichnis, das, aktuell und kommentiert, Ressourcen zum breiten Fragenhintergrund anbietet.

DOKUMENTATIONSARCHIV DES ÖSTERREICHISCHEN WIDERSTANDS (DÖW)

Das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) dokumentiert nicht nur den Widerstand gegen das nationalsozialistische Regime in Österreich, sondern ist mittlerweile eine Institution, die umfangreiche Forschungen zu Themen wie Antisemitismus, Rechtsextremismus, Medizinverbrechen, Volksgerichtsbarkeit und Holocaust betreibt. Zudem hat es sich in der Aufarbeitung von archivarischen Beständen und der Schaffung von wissenschaftlichen Grundlagen verdient gemacht. Besonders hervorzuheben sind die namentliche Erfassung der österreichischen Holocaustopfer oder die online zugänglichen Fotos aus der Erkennungsdienstlichen Kartei der Gestapo Wien. Durch umfangreiche Materialien zu zeitgeschichtlichen aber auch zu aktuellen politischen Vorgängen und Themen und die Möglichkeit einer Volltextsuche bietet das Dokumentationsarchiv eine umfangreiche Site. Das DÖW ist nicht zuletzt in Zeiten eines neu erwachenden Rechtsextremismus ein kritisches Gewissen, das sich nicht scheut zu aktuellen politischen Themen Stellung zu nehmen.

NACHKRIEGSJUSTIZ

Der Auseinandersetzung mit Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus und deren Ahndung nach 1945 hat sich die Website Nachkriegsjustiz verschrieben. Priorität hat hierbei die Erforschung der Justiz der Nachkriegszeit und die Sicherung ihrer Dokumente. Dies leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Bewahrung und Tradierung des europäischen Rechtskulturerbes. Mit Projekten wie jenem der Aktenverfilmung auf Mikrofilm oder der wissenschaftlichen Auswertung der Kartei der am Volksgerichtshof in Wien geführten gerichtlichen Untersuchungen wird ein engagierter Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Justiz in Österreich geleistet. Durch eine breit angelegte Paragrafensammlung wird der Zugriff auf digitalisierte Gesetzestexte ermöglicht. Neben umfangreichen Suchfunktionen, Literaturangaben und Hilfsmitteln für Forschende stehen auf der Website auch Mailinglisten zur Verfügung. Die Thematik wird mit dem berühmten Zitat des kürzlich verstorbenen Simon Wiesenthal eingeleitet: „Der Wert meiner Tätigkeit ist die Warnung an die Mörder von morgen, dass Verbrechen nie straflos begangen werden können.[1] Umfangreiche Textsammlungen stehen zur Verfügung, etwa die Ahndung von NS-Verbrechen an Juden, Sinti und Roma, Homosexuellen, politisch Verfolgten und Euthanasieopfern. Der letzt genannte Bereich eröffnet auch tiefe Einblicke in die Verfahren gegen den NS-Arzt Heinrich Gross, der an der Kinderfachabteilung Am Spiegelgrund tätig war. Ergänzt wird das ohnehin schon breit gefächerte Angebot durch eine umfangreiche Bibliografie zur Thematik. Im Archiv wiederum können die Ausgaben der Zeitschrift Justiz und Erinnerung als PDF herunter geladen werden. Von großem Interesse dürfte auch die Vorstellung von Projekten und Forschungsvorhaben sein, die teilweise vom Wissenschaftsfonds unterstützt werden. Direkt auf der Website Nachkriegsjustiz befindet sich ein Link zum Projekt Gedenken & Mahnen, der jedoch wieder zur Nachkriegsjustiz führt. Wenn die Userin/der User sich von vielen Gesetzestexten nicht abschrecken lässt, bietet die Site, die eng mit dem DÖW kooperiert, eine intensive Auseinandersetzung mit der Thematik der Nachkriegsjustiz in Österreich, die von der Volksgerichtsbarkeit 1945 bis zu den Prozessen gegen Heinrich Gross reicht.

RESTITUTION / HISTORIKERKOMISSION

Neben der Nachkriegsjustiz sind Restitutionsforderungen ein weiterer wichtiger Teilaspekt im Spektrum von Justiz und Nationalsozialismus. Zu diesem Zweck hat der Nationalfonds der Republik Österreich eine eigene, informative und übersichtliche Website installiert. Ziel ist es, Opfern des Nationalsozialismus „möglichst rasch, flexibel und unbürokratisch [zu] helfen.[2]“ Die Site dient hauptsächlich der Vorstellung der Thematik und der Hilfestellung für Betroffene. Gleichzeitig fördert der Nationalfonds Projekte, die der wissenschaftlichen Aufarbeitung des Nationalsozialismus dienen. In diesem Sinne finden sich Gesetzestexte, Informationen für etwaige Antragsstellungen für Entschädigungen und Infos zu laufenden Forschungsvorhaben. Auch wird ein historischer Überblick über die Entstehung dieser so wichtigen Einrichtung geboten. Die Website ist direkt mit Yad Vashem verlinkt und ermöglicht damit den Zugriff zu einer wohl unbestritten führenden Site zur Thematik des Holocaust, mit circa 62 Millionen Seiten an Dokumenten. In der Linksammlung des Nationalfonds findet sich neben dem DÖW auch die Website des österreichischen Versöhnungfonds. Dieser wurde im Jahre 2000 von der Österreichischen Bundesregierung ins Leben gerufen, um freiwillige Zahlungen Österreichs an Zwangsarbeiter zu gewährleisten. Neben der Vorstellung des ungewöhnlich langen Weges hin zum Versöhnungsfonds werden auch Schicksale von Zwangsarbeitern dokumentiert. Auf der Site befinden sich des weiteren zwei Karten und drei Videos, die sich mit der einschlägigen Thematik  beschäftigen.
 
Die wissenschaftliche Grundlage für das Entstehen des National- und Versöhnungsfonds der Republik Österreich war die Einsetzung der Historikerkommission. Ziel war es, den gesamten Komplex „Vermögensentzug auf dem Gebiet der Republik Österreich während der NS-Zeit, sowie Rückstellungen bzw. Entschädigungen (sowie wirtschaftliche und soziale Leistungen) der Republik Österreich ab 1945“[3] zu erforschen und darüber zu berichten. Mit dem Schlussbericht der Historikerkommission wurde wohl die umfangreichste und detailreichste Publikation zur Thematik Vermögensentzug in Österreich veröffentlicht. Der Inhalt der Website liefert dazu Informationen, aber auch Ergebnisberichte, Forschungsprojekte, öffentliche Ausschreibungen, Pressemitteilungen und Arbeitsprogramme. Die konsequent beibehaltene Übersicht der Site spricht für sich und ermöglicht zusätzlich, die wichtigsten Ergebnisse, zumindest als Abstract, in Form von PDFs herunter zu laden. Die Site der Historikerkommission dient hauptsächlich der Information über die Forschungsarbeit auf dem Gebiet des Vermögensentzugs während der NS-Zeit. Damit verbunden vermittelt sie einen sehr guten Einblick in die wissenschaftliche Methodik und Herangehensweise für ein solch monumentales Forschungsprojekt.

ERINNERN

Die Republik Österreich ist seit 1947 für das KZ Mauthausen verantwortlich. Bei der Übergabe an den damaligen Bundeskanzler Leopold Figl musste sich die Republik verpflichten, „die Gebäude […] als Denkmal zur Erinnerung an die durch nazistische Henkersknechte hingerichteten Opfer in ihre Obhut zu nehmen und zu erhalten.[4]“ Die offizielle Website der Gedenkstätte Mauthausen hat sich zur Aufgabe gemacht, über diese Geschichte des Konzentrationslagers zu informieren und gleichzeitig über Aktivitäten zu berichten. Zu diesem Zweck ist es dem Online-Besucher auch möglich, einen Newsletter zu abonnieren. Die Website liefert umfangreiches Material über das Konzentrationslager: darunter Karten, Berichte über die Aussenlager, Hinweise auf Archive und Quellenlage, sowie zu Projekten und Informationen zum Besucherzentrum. Mit dem Häftlingserfassungsprojekt wurden etwa 150.000 Häftlinge des KZ Mauthausen und seiner Nebenlager erfasst.
In Form von Videos, die im Rahmen des Mauthausen Survivors Documentation Project erstellt wurden, können Gespräche mit immerhin 20 Zeitzeugen angesehen werden. Auch ist das Mauthausen Totenbuch online, das den Ermordeten wieder einen Namen gibt. Das österreichische Bundesministerium für Inneres, dessen Referat IV. für die Gedenkstätte verantwortlich ist, und die vielen MitarbeiterInnen und AutorInnen lieferten mit dem vorliegenden Ergebnis eine engagierte und durchaus auch kritische Website.
 
Das Österreichische Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur unterstützt unter anderem historisch relevante Internetprojekte wie auch die Website Erinnern. Die Site spricht hauptsächlich Lehrende an österreichischen Schulen an und hat sich zum Ziel gesetzt, „den Transfer von historischem und methodisch-didaktischem Wissen [zu] fördern sowie seine Bedeutung für die Gegenwart [zu] reflektieren. Lernende sollen sowohl Kenntnisse erwerben als auch ethisch sensibilisiert werden.[5]“ Nazismus und  Holocaust werden auf lokaler, regionaler und internationaler Ebene behandelt.
Im Menüpunkt Dezentrale Netzwerke finden sich Projekte aus einzelnen Bundesländern. Exemplarisch dafür ziehen wir Tirol heran. Neben so anschaulichen Unternehmungen wie einem Stadtrundgang durch Innsbruck zu Denkmälern des Krieges, des Widerstandes und der Befreiung wurde unter der Leitung des Zeithistorikers Horst Schreiber mittels Hypertextcreator eine Site zu Erinnerungsorten des Nationalsozialismus in Innsbruck und Seefeld  erstellt. Schreiber ist auch Vorsitzender der Michael-Gaismair-Gesellschaft, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, eine andere Seite der Tiroler Geschichtsschreibung aufzuzeigen. Die Website der Erinnerungs-Orte zeigt nicht nur die mannigfache Einsatzmöglichkeit des Hypertextcreator (beschrieben unter 4.2), sondern auch wie  mit relativ einfachen Mitteln eine engagierte Site gestaltet werden kann.
Die Site der Erinnerungsorte bietet neben einer umfangreichen Biografiesammlung auch die kritische Auseinandersetzung mit Benennungen von Straßen an und deckt noch eine Vielzahl anderer Themen ab.
Am Spiegelgrund. Auf Betreiben der Wiener Gesundheitsstadträtin wurde in Kooperation mit dem Otto-Wagner-Spital (vormals Heil- und Pflegeanstalt Am Steinhof) und dem DÖW die Ausstellung Der Krieg gegen die Minderwertigen organisiert. Von den Anfängen der Wiener Psychiatrie im „Narrenturm“, der zur Zeit Joseph II. erbaut wurde, bis hin zum Spiegelgrund umfasst die Ausstellung Rassenhygiene, Eugenik, die Aktion T4 und neben anderen auch den bereits erwähnten Fall Heinrich Gross. Die detaillierten Texte sind zusätzlich mit Fotos und Originaldokumenten versehen. Die Website bietet auch die Möglichkeit, sich online zu Zeitzeugengesprächen anzumelden. Weiters findet sich ein Verweis zum universitären Institut für Geschichte der Medizin der Universität Wien.
Neben den Veranstaltungshinweisen, der Möglichkeit einer speziellen medizingeschichtlich ausgerichteten Literatursuche und einer Chronologie findet sich auch ein Totenbuch. Innerhalb dieser Rubrik finden sich ebenfalls Fotos von am Spiegelgrund ermordeten Kindern, die von einer Künstlerin nachbearbeitet wurden. Die Website zur Ausstellung bietet einen übersichtlichen Einstieg in die Thematik und lädt ein, sich näher mit der NS-Zeit zu beschäftigen und sich vor allem gegenüber möglichen Tendenzen neuer Formen der Eugenik zu sensibilisieren.
 

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Institut für Geschichte (IFG) der Universität Wien

Die Homepage des Instituts für Geschichte enthält und verzeichnet eine Fülle von hervorragenden Ressourcen, Hilfsmitteln, Projektseiten und Homepages. Leider hinkt die Seite, die wir in unserem Zusammenhang als Plattform sehen, in technischer Hinsicht ein wenig hinterher. Es existiert zwar eine Volltextsuche, die den besten Zugang zu den Angeboten bildet, aber das Linkverzeichnis ist leider aufgrund von mangelnden Ressourcen zum Teil unkommentiert, obwohl breit und spannend. Dieser Befund gilt nicht für die einzelnen Web-Projekte, die im Nachfolgenden unvollständig vorgestellt werden sollen.

Die Navigationsleiste ist in vier Rubriken (Institut, Lehre, Studium, Links) aufgeteilt, von denen drei (das Studium bleibt ausgeklammert) unsere genauere Aufmerksamkeit verdienen.

INSTITUT

Das Institut für Geschichte an der Universität Wien (IfG) hat seine Forschungsschwerpunkte laut Einteilung der Mitarbeiter in Mittelalterliche Geschichte, Österreichische Geschichte und Neuere und Neueste Geschichte. Hinter den Namen verbergen sich nicht nur Informationen für Studenten, sondern auch Auswahlbibliografien und Sammlungen (Bsp.: Frauennachlässe) zu spezifischen Themen und Epochen, Onlineprojekte oder persönliche Homepages. Die beispielhaft angeführte Homepage von Anton Tantner ist außer seiner Forschung zum Frühneuzeitlichen Adressbüro und einer Onlinegalerie der Hausnummern auch wegen seines sehr regelmäßig geführten Weblogs zu unterschiedlichen Themen rund um die Geschichtswissenschaft interessant. Zur Erschließung dieser Rubrik empfiehlt sich wiederum die Volltext-Suche, die sich im Navigationsband unten befindet.
 
Der Link Forschung verweist dann auf Projekte, die am Institut angesiedelt sind und entweder eine Beschreibung der Projekte oder auch Webprojektpräsentationen beinhalten. Ein Beispiel für diese, sich auf verschiedene Epochen und Methoden beziehenden Webprojekte bzw. Präsentationen, soll im Folgenden kurz charakterisiert werden. Der FWF (Wissenschaftsfonds) finanziert das Projekt Briefe adeliger Frauen. Mit dem Projekt wird der Versuch unternommen, Briefe aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert als Quellen zu erschließen. Gleichzeitig werden diese unter struktur- und mentalitätsgeschichtlichen Fragestellungen analysiert. Auf der einfach zu navigierenden Site ist neben Stammbäumen und ausführlichen Karten, die einen Zugang zu den Quellbeständen darstellen, auch eine umfangreiche Literatursammlung zu finden.

LEHRE (Geschiche-Online; Hilfsmittel)

In der Rubrik LEHRE sind für diesen Guide zwei Projekte von Bedeutung. Hinter dem Link-Kürzel GO verbirgt sich die frei zugängliche Lernplattform GESCHICHTE ONLINE, die vom Institut für Wirtschaft- und Sozialgeschichte und dem Institut für Geschichte erstellt wurde und laufend ergänzt wird. Dieses Projekt steht in Kooperation mit mehreren anderen deutschsprachigen Universitäten. So wundert es nicht, dass im Modul Informationsrecherche ebenfalls deutsche und bald auch Schweizer Datenbanken erklärt und dargestellt werden.  Die vier Module, die sich einerseits zum  E-Learning & Online Teaching, also für Lehrveranstaltungen universitären Charakters, eignen, laden andererseits auch zum Selbststudium ein. Konkret werden die zentralen Arbeitstechniken des Wissenschaftlichen Arbeitens (Modul 1), der Literatur und Informationsrecherche (Modul 2) und der Geschichtsdidaktik (Modul 3) vorgestellt, diskutiert und mit Arbeits- und Lernaufgaben zur Festigung des Erlernten unterfüttert. Ein Kernstück des Moduls Geschichtsdidaktik ist die Planungsmatrix, die es ermöglicht, ein Design einer Unterrichtseinheit anhand einer webbasierten Tabelle zu erstellen. Die Lerneinheiten zu den genannten Modulen sind auch als PDF herunter zu laden. Der Hypertextcreator (Modul 4) hingegen trägt den Anforderungen des vernetzten Denkens, der Teamarbeit und des Schreibens für das Internet Rechnung. Ziel des in Zukunft hoffentlich in vielen Lehrveranstaltungen zum Einsatz kommenden Redaktions- und Datenbanksystems ist es, eine öffentlich einsehbare Website zu generieren. Die Besonderheit des ohne Programmierkenntnis zu bedienenden Systems ist es, dass Inhalte von Studierenden in Teamarbeit erstellt und flexibel miteinander verwoben werden können und damit ein kohärentes Textnetzwerk entsteht. Schon erstellte Systeme sind über den Link Prototypen einsehbar. Um sich eine Vorstellung von einer Ausbaustufe des Hypertextcreators zu machen empfiehlt es sich die Seite PASTPERFECT anzuwählen.
HILFSMITTEL für Historikerinnen und Historiker:  Hier finden sich ausgewählte Bibliografien zu Grundlagen der Geschichtswissenschaft und unter anderem auch eine Schwerpunktbibliografie zur österreichischen Geschichte (epochenübergreifend). Die Hilfsmittel, die auch zur Einführung dienen können, wurden von MitarbeiterInnen des Instituts für Geschichte der Universität Wien erstellt. Das Material, das 2004 verfasst wurde, soll laut Vorwort einerseits eine erste Orientierung für Studierende der Geschichtswissenschaft bieten, andererseits auch Interessierten einen Ausgangspunkt zur Literatur- und Informationsrecherche verschaffen[1]. Die Literaturangaben orientieren sich daher an den Studienplänen und an den Beständen der Universitätsbibliothek sowie der Fachbereichsbibliotheken an der Universität Wien. Das Kapitel zur Österreichischen Geschichte, das natürlich eine unvollständige Bibliografie wiedergibt, ist in folgende Abschnitte unterteilt: Österreichbegriff, Überblicke, Länder- und Regionalgeschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Geistes- und Kulturgeschichte, Rechts-, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Kirchengeschichte, Militärgeschichte, Nachschlagewerke und Zeitschriften.

LINKS

Das Linkverzeichnis des Instituts für Geschichte ist breit, aber ein wenig unübersichtlich. Deshalb haben wir die für unser Thema wichtigen Ressourcen herausgefiltert und hier direkt verlinkt. Das soll aber die Leserin/den Leser nicht daran hindern, sich auch die anderen Rubriken des Linkverzeichnisses anzusehen.

ORGANISATIONEN & INSTITUTIONEN (Schwerpunkt Österreich)
ARCHIVE Alle für Recherchen wichtigen Archive, unter anderem Staats-, Landes-, Stadt- wie auch Stifts- und Diözesanarchive, finden sich hier. Wer vor allem noch detaillierter Informationen zu Klosterarchiven bedarf, wird auf der Site der Kirchenarchive fündig. An dieser Stelle sei auch auf das im Entstehen begriffene Projekt Monasterium hingewiesen. Dieses versucht ein möglichst vollständiges virtuelles Archiv mitteleuropäischer Klöster und Bistümer zu schaffen.
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