| Digitale Publikationen: Quellensammlungen und Retrodigitalisierungen |  |
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Für Historiker, die zum Kolonialismus in Südasien forschen, ist die Volltextdatenbank Empire Online von Interesse, die deutschlandweit durch eine Nationallizenz frei zugänglich ist. Periodical Archive Online (PAO)
ist ebenfalls ein Angebot, bei dem der Zugang über eine Nationallizenz
geregelt ist. Mit über 500 digitalisierten Zeitschriften, die für den
Zeitraum 1802 bis 2000 im Volltext zugänglich sind, ist PAO für alle
Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaftler eine Fundgrube für
Zeitschriftenaufsätze. Das Oxford Journals Digital Archive ermöglicht ebenfalls den Volltext-Zugriff auf 165 Zeitschriften aus allen Wissenschaftsdisziplinen.
Die British Library
stellt eine Sammlung von über 15.000 Bildern und Photographien vom
späten 18. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts, der Zeit der britischen
Kolonialherrschaft in Südasien, online zur Verfügung. Dokumente zu
dieser historischen Epoche sind auch über das australische
Gemeinschaftsprojekt Digital Colonial Documents (India) verfügbar.
In Indien bietet das Indira Gandhi National Centre for the Arts (IGNCA)
eine umfangreiche digitale Sammlung von Bildern, Manuskripten und
Büchern an, die den Schwerpunkt auf Kunstgeschichte, Archäologie und
Kulturwissenschaften legt. Mittlerweile befindet sich in Indien auch
eine digitale Bibliothek im Aufbau, die von mehreren Instituten getragen und finanziell von der indischen Regierung unterstützt wird.
GRETIL e-Library
ist ein Projekt an der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen,
bei dem indologische Quellen und Sekundärliteratur digitalisiert
werden. Bei Literatur zu Südasien – digital
wird im Rahmen der Virtuellen Fachbibliothek Südasien (Savifa)
Literatur aus und über Südasien digitalisiert. Schwerpunkte liegen auf
indologischen, religionswissenschaftlichen und kunsthistorischen Werken
sowie Reisebeschreibungen aus der Zeit zwischen dem 18. und frühen 20.
Jahrhundert.
Für Südasien-Historiker ist auch das Digital Archive of Toyo Bunko Rare Books
interessant. Im Rahmen von Retrodigitalisierungen wurden u.a. Reise-
und Expeditionsberichte von Marc Aurel Stein oder den Gebrüdern
Schlagintweit digitalisiert.
Historische Quellen, Karten und
Bilder zu allen Epochen Südasiens, die in erster Linie für den Einsatz
in der wissenschaftlichen Lehre vorgesehen sind, stellt das Project South Asia, angesiedelt an der South Dakota State University, zur Verfügung.
Maps of South Asia
ist eine Sammlung von Karten zu unterschiedlichen Perioden der
südasiatischen Geschichte, die von Frances W. Pritchett, Professorin an
der Columbia University, zusammengestellt wurde und auch Karten anderer
Internetquellen einbezieht.