Moderne Stadtgeschichte

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Regionale Forschungseinrichtungen/Museen u. Archive/aktuelle Stadtforschung

Zu den wichtigen Forschungseinrichtungen mit einer regionalen Schwerpunktsetzung zählen das Geisteswissenschaftliches Zentrum Geschichte und Kultur Ostmitteleuropas an der Universität Leipzig (GWZO), das Konferenzen zur Stadtgeschichte Mittel- und Osteuropas veranstaltet und in verschiedenen Publikationsreihen auch immer wieder stadtgeschichtliche Themen behandelt. Das Leibniz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) in Erkner bei Berlin setzt einen Schwerpunkt auf Konferenzen und Publikationen zur Planungsgeschichte der DDR, betreibt aber auch Forschungen zur Regional- und Umweltgeschichte in international vergleichender Perspektive. Wichtige Institutionen sind auch die auf der Ebene der Bundesländer forschenden Historischen Kommissionen, von denen hier stellvertretend die Historische Kommission zu Berlin und die Bayerische Historische Kommission erwähnt seien. Die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften betreibt als Teil eines größeren Forschungsvorhabens ein Datenportal zur Berliner Klassik. Zu den wichtigen stadtgeschichtlichen Forschungsinstituten mit ausgesprochen regionalem Schwerpunkt zählen das Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, das auch das Archiv der Stadt Frankfurt am Main betreut und zahlreiche Veranstaltungen und Publikationen organisiert. Ähnlich arbeitet das Institut für Stadtgeschichte Gelsenkirchen, das unter anderem eine Dokumentationsstelle Gelsenkirchen im Nationalsozialismus beherbergt.
Stadtgeschichtsforschung wird nicht zuletzt auch an Stadtmuseen und Stadtarchiven betrieben, die zugleich ein wichtiges Arbeitsplatzangebot für Historiker bieten. Links zu einzelnen Stadtmuseen bietet eine entsprechende Sammeladresse. 
Stellvertretend für die vielen Regionalmuseen und Stadtarchive, die oft sehr modernen Fragestellungen verpflichteten sind, seien neben den schon angesprochenen Archiven an den Instituten in Frankfurt a. M. und Gelsenkirchen der Zusammenschluss der Berliner Regionalmuseen sowie die Stadtarchive von Karlsruhe und Mannheim erwähnt, die auch stadthistorische Forschungen initiieren. Eine Liste der Stadt- bzw. Kommunalarchive in Deutschland und darüber hinaus bietet, mit Links zu den Einzelarchiven, die Website der Archivschule Marburg.

Unter den zahlreichen Einrichtungen, die im Grenzbereich zwischen Stadtgeschichte und gegenwartsbezogener Stadtforschung arbeiten, ist zunächst das Deutsche Institut für Urbanistik (DIFU) zu nennen, das eine wissenschaftliche Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Städte in Kooperation mit dem Deutschen Städtetag (DST) ist. Zwar hat das DIFU, das seit den 1960er Jahren einer der Ausgangspunkte der modernen Stadtgeschichtsforschung war, vor einigen Jahren die eigenständige historische Forschung eingestellt, doch verlegt es weiterhin die Zeitschrift Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS). Zudem betreibt das DIFU auch für Historiker interessante gegenwartsbezogene Stadtforschungen und organisiert die jährlichen Kommunalwissenschaftlichen Prämienausschreibungen, einen Preis für Nachwuchswissenschaftler auch im Bereich der Stadtgeschichtsforschung. Aus der Perspektive der Raumplanung werden auch am Institut für Raumplanung der Universität Dortmund (IRPUD) immer wieder historische Themen bearbeitet und einschlägige Publikationen in der von dem Institut herausgegebenen Reihe Dortmunder Beiträge zur Raumplanung (sog. Blaue Reihe) publiziert. Eine der jüngsten Gründungen der modernen Stadtforschung ist das Georg-Simmel-Zentrum für Metropolenforschung (GSZ) der Humboldt-Universität zu Berlin, das geistes- und sozialwissenschaftliche mit naturwissenschaftlichen Stadtforschungen integriert und u.a. einen Newsletter publiziert.


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