Die derzeit im deutschen Sprachraum wichtigste wissenschaftliche Fachgesellschaft für die moderne Stadtgeschichtsforschung ist die Gesellschaft für Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung (GSU). Sie organisiert unter anderem regelmäßig Konferenzen, auch und vor allem für den wissenschaftlichen Nachwuchs, betreibt eine eigene Mailing-List, ist an der Herausgabe der Informationen zur modernen Stadtgeschichte (IMS) beteiligt und gibt als Schriftenreihe die Beiträge zur Stadtgeschichte und Urbanisierungsforschung heraus. Einen regionalen Schwerpunkt bearbeitet der traditionsreiche Südwestdeutsche Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung, der vor allem für seine Jahrestagungen zu einzelnen Schwerpunktthemen und die daraus hervorgehenden Themenbände in der Reihe Die Stadt in der Geschichte bekannt ist. Der Erforschung der Stadtgeschichte Mitteleuropas, insbesondere Österreichs widmet sich der Österreichische Arbeitskreis für Stadtgeschichtsforschung. Er ist ein Mitträger des Ludwig Boltzmann Instituts für Stadtgeschichtsforschung, organisiert Tagungen, gibt zwei Buchreihen sowie die Zeitschrift Pro Civitate Austriae heraus und betreibt auch Datenbanken zur österreichischen Stadtgeschichte. Sein Pendant in der Schweiz ist der Schweizerische Arbeitskreis für Stadtgeschichte/Groupe d’etudé pour l’histoire de la ville, SAfs/GESHU, mit einem ähnlichen Profil und Aufgabenkreis für die Schweizer Stadtgeschichte.
Mit die größte Dynamik in dem Forschungsfeld geht in den letzten Jahren von den Schwestergesellschaften der GSU auf europäischer Ebene aus, die sich fast durchweg in engem Zusammenhang mit der European Association of Urban Historians (EAUH), gegründet haben. Letztere bildet ein loses Netzwerk und Dach – ohne eigene Internetseite – für die großen, im Zweijahresrhythmus stattfinden europäischen Konferenzen, die zuletzt 2006 in Stockholm stattfand und 2008 in Lyon Station macht. Eine der wichtigen nationalen Gesellschaften und „Stützpfeiler“ der EAUH ist die französische Société Française d'Histoire Urbaine (S.F.U.H.), die u.a. regelmäßig Konferenzen durchführt und die Zeitschrift Histoire Urbaine herausgibt. Ihr italienisches Pendant ist die Associazione Italiana per la Storia urbana (A. I. S. U.) mit dem gleichen Aufgabenspektrum. Die englischen Stadthistoriker haben sich hingegen, obwohl Pioniere der modernen europäischen Stadtforschung, nicht förmlich organisiert, sondern treffen sich jährlich auf den renommierten, auch für jüngere und ausländische Forscher offenen Urban History workshops. Letztere werden inklusive der Call for Paper usw. unter anderem auf der website des Centres in Leicester angekündigt.
Eine schon früher gegründete, inzwischen traditionsreiche internationale Vereinigung ist die International Commission for the History of Towns/Internationale Kommission für Städtegeschichte/Commission Internationale pour l’histoire de Villes, (ICHT/CIHV/IKSG), die einen Schwerpunkt auf die älteren Perioden und auf die Erarbeitung von historischen Atlanten, Quellenverzeichnissen, Bibliografien usw. legt. Sie gibt auch einen jährlicher Newsletter heraus und ist als Mitglied des Comité International de Sciences Historiques an großen, im Fünf-Jahres-Rhythmus stattfindenden Konferenzen beteiligt.