Für die objektorientierte Technikgeschichte stellen Museen einen wichtigen Bereich der Vermittlung technikhistorischen Wissens, aber auch der Forschung (Sammlungsbestände an Schriftquellen, Objekten und Bildern) dar. Systematische Suchmöglichkeiten nach Museen bieten die Linksammlung Museen der GTG sowie die Seiten der Virtual Library-Museen zu Technik- und Industriemuseen und zu Freilichtmuseen. Der Deutsche Museumsbund unterhält eine eigene Fachgruppe Technikhistorische Museen mit Online-Veröffentlichungsplattform.
Das verdienstvolle Portal European Route of Industrial Heritage verlinkt Technik- und Industriemuseen in ganz Europa, die sich nach gewerblichen Branchen, Sachthemen – so breit gefächert wie Energiequellen und Wohnkultur –, nach laufenden Ausstellungen und aktuellen Veranstaltungen sowie nach Routen in einzelnen (westeuropäischen) Regionen, Ländern und Kulturlandschaften abfragen lassen. Derzeit überwiegen deutsche und britische Beiträge, vereinzelt kommen auch holländische, belgische, französische vor. Es ist zu hoffen, dass diese in Zukunft noch um süd- und osteuropäische Museen und Themenrouten ergänzt werden.
Die Internetpräsentationen der deutschsprachigen Museen selbst unterscheiden sich je nach ihrer Größe und Finanzkraft. Die meisten bieten einen Überblick über ihre Geschichte und Ziele, die Ausstellungen sowie über ihre museumspädagogische Arbeit. Nicht nur die großen Häuser wie das Deutsche Museum in München, das Deutsche Technikmuseum Berlin, das Landesmuseum für Technik und Arbeit in Mannheim, das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum, das Museum der Arbeit in Hamburg und das Technische Museum Wien, sondern auch viele kleinere Museen bieten zudem virtuelle Rundgänge durch ihre Häuser an und machen auch frühere Ausstellungen in digitaler Form zugänglich.
Im Hinblick auf die Digitalisierung der Sammlungen ist das Deutsche Historische Museum in Berlin mit seiner Objektdatenbank bedeutend weiter als das Deutsche Museum in München oder das Deutsche Technikmuseum in Berlin. Diese wohl größte Online-Datenbank zur historischen Materialkultur in Deutschland wird ständig erweitert und umfasst derzeit 350 000 Datensätze (Stand: November 2008). Über die Hälfte der Einträge sind mit einer Abbildung versehen. An Artefakten wie z.B. Alltagsgegenständen, Werkzeugen unterschiedlichster Handwerke, aber auch zur Waffentechnik ist diese Datenbank eine Fundgrube.
Erwähnenswert ist auch eine Initiative des Deutschen Bergbau-Museums in Bochum, die in der Datenbank montan.dok sowohl Dokumente des Bergbau-Archivs als auch der Bibliothek mit ihrer angeschlossenen Fotothek und den Sammlungen vereint. Allerdings sind die rund 100.000 Datensätze nur begrenzt im Internet zugänglich. Das Deutsche Museum in München, das Deutsche Bergbau-Museum in Bochum sowie das Deutsche Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven informieren im Netz außerdem über die Arbeiten ihrer Forschungsabteilungen. Eine Online-Recherchemöglichkeit in den Bibliotheken der Museen ist im Deutschen Museum München, im Landesmuseum für Technik und Arbeit, im Deutschen Schiffahrtsmuseum und im Technischen Museum Wien möglich. Die Archive sind allerdings auch bei den großen Häusern nicht online recherchierbar. Eine Ausnahme stellt das Deutsche Museum in München dar, worauf im folgenden Abschnitt eingegangen wird.