Technikgeschichte

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Institutionenlandschaft

 

Die wichtigste deutschsprachige Fachgesellschaft, die Gesellschaft für Technikgeschichte (GTG), wurde 1991 gegründet. Auf der Homepage der Gesellschaft für Technikgeschichte  finden sich Hinweise auf Tagungen, call for papers, Stellenausschreibungen, Preisausschreiben, Hinweise auf Studienmöglichkeiten der Technikgeschichte, Museen der Technikgeschichte etc. Zentrale Fachzeitschrift ist die Technikgeschichte, deren Register (Aufsatzregister und ab 1965 auch Rezensionen) online recherchierbar sind. Eine zweite Gesellschaft, die Deutsche Gesellschaft für Geschichte der Medizin, Naturwissenschaft und Technik (DGGMNT, gegr. 1901) repräsentiert neben der Technikgeschichte auch die Naturwissenschafts- und Medizingeschichte. Daneben besteht ein Bereich Technikgeschichte im Verein Deutscher Ingenieure, der wie die Fachgesellschaften jedes Jahr eine technikhistorische Jahrestagung ausrichtet und auch regionale Arbeitskreise zur Technikgeschichte unterhält. Zur industrie- und unternehmensgeschichtlichen Seite hin orientiert ist die Georg-Agricola-Gesellschaft  zur Förderung der Geschichte der Naturwissenschaften und der Technik (gegr. 1926).

Die universitären Institute sowie die weiteren Forschungseinrichtungen der Technikgeschichte sind zusammen mit jenen der Wissenschaftsgeschichte auf den Seiten der DGGMNT als knappe Institutsberichte alphabetisch nach Ort aufgelistet. Soweit die jeweiligen Institute Informationen zur Verfügung stellten, sind hier Angaben zum wissenschaftlichen Personal, zum Studium und zu den Forschungsschwerpunkten der einzelnen Einrichtungen zu finden.

 

Der enge Bezug der Technikgeschichte zu materiellen Quellen verbindet sie außerdem mit dem Denkmalschutz, den zahlreichen und vielfältigen industriekulturellen und handwerksgeschichtlichen Museen sowie mit der Industriearchäologie. Zu erwähnen sind hier für den deutschsprachigen Bereich der Gesprächskreis Technikgeschichte, der einmal im Jahr an einem industriegeschichtlich bedeutsamen Ort ein Arbeitstreffen veranstaltet, diverse regionale und überregionale Aktivitäten und Stiftungen im Bereich der Industriearchäologie, das weltweite International Committee for the Conservation of Industrial Heritage (TICCIH) sowie die Zeitschrift Industrie-Kultur.

 

Große Bedeutung haben die internationalen Fachgesellschaften, darunter vor allem SHOT und ICOHTEC: Die Society for the History of Technology (SHOT) in den USA gibt die Zeitschrift Technology and Culture heraus, deren Inhaltsverzeichnisse und Artikel-Abstracts ab 1998 frei, ganze Artikel allerdings nur über den akademischen Zeitschriftendienst JSTOR oder Project Muse verfügbar sind. Da zahlreiche europäische TechnikhistorikerInnen Mitglieder bei SHOT sind, fungiert die Gesellschaft gewissermaßen als Weltorganisation der Technikgeschichte. Alle vier Jahre tagt sie in Europa. Das europäische International Committee for the History of Technology (ICOHTEC), das 1968 gegründet wurde, um west- und osteuropäischen Forschern ein gemeinsames Forum zu bieten, veröffentlicht die Ergebnisse seiner Kongresse im Jahrbuch ICON. Sowohl SHOT als auch ICOHTEC halten auf ihren Homepages aktuelle „Newsletter“ zu Neuigkeiten aus dem Fach bereit. Neben den Fachgesellschaften besteht seit 1999 das europäische Netzwerk Tensions of Europe, in dem sich HistorikerInnen aus inzwischen über 20 Ländern organisiert haben, um die Geschichte Europas des 20. Jahrhunderts aus technikhistorischer Perspektive zu schreiben. Die Homepage dieses Projekts wird als exemplarische Site unter Punkt 7 vorgestellt. Die wichtigste internationale Mailingliste der technikhistorischen Community ist H-Sci-Med-Tech. An den wissenschaftlichen Nachwuchs im Feld der so genannten Science and Technology Studies richtet sich STS GradListserv, eine Mailingliste, die von der Society for Social Studies of Science getragen wird. Im deutschsprachigen Raum steht die Mailingliste der GTG zur Verfügung.

 

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