| | Clio-online Guide Österreich Institut für Geschichte (IFG) der Universität Wien
Die Homepage des Instituts für Geschichte enthält und verzeichnet eine Fülle von hervorragenden Ressourcen, Hilfsmitteln, Projektseiten und Homepages. Leider hinkt die Seite, die wir in unserem Zusammenhang als Plattform sehen, in technischer Hinsicht ein wenig hinterher. Es existiert zwar eine Volltextsuche, die den besten Zugang zu den Angeboten bildet, aber das Linkverzeichnis ist leider aufgrund von mangelnden Ressourcen zum Teil unkommentiert, obwohl breit und spannend. Dieser Befund gilt nicht für die einzelnen Web-Projekte, die im Nachfolgenden unvollständig vorgestellt werden sollen.
Die Navigationsleiste ist in vier Rubriken (Institut, Lehre, Studium, Links) aufgeteilt, von denen drei (das Studium bleibt ausgeklammert) unsere genauere Aufmerksamkeit verdienen.
INSTITUT
Das Institut für Geschichte an der Universität Wien (IfG) hat seine Forschungsschwerpunkte laut Einteilung der Mitarbeiter in Mittelalterliche Geschichte, Österreichische Geschichte und Neuere und Neueste Geschichte. Hinter den Namen verbergen sich nicht nur Informationen für Studenten, sondern auch Auswahlbibliografien und Sammlungen (Bsp.: Frauennachlässe) zu spezifischen Themen und Epochen, Onlineprojekte oder persönliche Homepages. Die beispielhaft angeführte Homepage von Anton Tantner ist außer seiner Forschung zum Frühneuzeitlichen Adressbüro und einer Onlinegalerie der Hausnummern auch wegen seines sehr regelmäßig geführten Weblogs zu unterschiedlichen Themen rund um die Geschichtswissenschaft interessant. Zur Erschließung dieser Rubrik empfiehlt sich wiederum die Volltext-Suche, die sich im Navigationsband unten befindet.
Der Link Forschung verweist dann auf Projekte, die am Institut angesiedelt sind und entweder eine Beschreibung der Projekte oder auch Webprojektpräsentationen beinhalten. Ein Beispiel für diese, sich auf verschiedene Epochen und Methoden beziehenden Webprojekte bzw. Präsentationen, soll im Folgenden kurz charakterisiert werden. Der FWF (Wissenschaftsfonds) finanziert das Projekt Briefe adeliger Frauen. Mit dem Projekt wird der Versuch unternommen, Briefe aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert als Quellen zu erschließen. Gleichzeitig werden diese unter struktur- und mentalitätsgeschichtlichen Fragestellungen analysiert. Auf der einfach zu navigierenden Site ist neben Stammbäumen und ausführlichen Karten, die einen Zugang zu den Quellbeständen darstellen, auch eine umfangreiche Literatursammlung zu finden.
LEHRE (Geschiche-Online; Hilfsmittel)
In der Rubrik LEHRE sind für diesen Guide zwei Projekte von Bedeutung. Hinter dem Link-Kürzel GO verbirgt sich die frei zugängliche Lernplattform GESCHICHTE ONLINE, die vom Institut für Wirtschaft- und Sozialgeschichte und dem Institut für Geschichte erstellt wurde und laufend ergänzt wird. Dieses Projekt steht in Kooperation mit mehreren anderen deutschsprachigen Universitäten. So wundert es nicht, dass im Modul Informationsrecherche ebenfalls deutsche und bald auch Schweizer Datenbanken erklärt und dargestellt werden. Die vier Module, die sich einerseits zum E-Learning & Online Teaching, also für Lehrveranstaltungen universitären Charakters, eignen, laden andererseits auch zum Selbststudium ein. Konkret werden die zentralen Arbeitstechniken des Wissenschaftlichen Arbeitens ( Modul 1), der Literatur und Informationsrecherche ( Modul 2) und der Geschichtsdidaktik ( Modul 3) vorgestellt, diskutiert und mit Arbeits- und Lernaufgaben zur Festigung des Erlernten unterfüttert. Ein Kernstück des Moduls Geschichtsdidaktik ist die Planungsmatrix, die es ermöglicht, ein Design einer Unterrichtseinheit anhand einer webbasierten Tabelle zu erstellen. Die Lerneinheiten zu den genannten Modulen sind auch als PDF herunter zu laden. Der Hypertextcreator ( Modul 4) hingegen trägt den Anforderungen des vernetzten Denkens, der Teamarbeit und des Schreibens für das Internet Rechnung. Ziel des in Zukunft hoffentlich in vielen Lehrveranstaltungen zum Einsatz kommenden Redaktions- und Datenbanksystems ist es, eine öffentlich einsehbare Website zu generieren. Die Besonderheit des ohne Programmierkenntnis zu bedienenden Systems ist es, dass Inhalte von Studierenden in Teamarbeit erstellt und flexibel miteinander verwoben werden können und damit ein kohärentes Textnetzwerk entsteht. Schon erstellte Systeme sind über den Link Prototypen einsehbar. Um sich eine Vorstellung von einer Ausbaustufe des Hypertextcreators zu machen empfiehlt es sich die Seite PASTPERFECT anzuwählen.
HILFSMITTEL für Historikerinnen und Historiker: Hier finden sich ausgewählte Bibliografien zu Grundlagen der Geschichtswissenschaft und unter anderem auch eine Schwerpunktbibliografie zur österreichischen Geschichte (epochenübergreifend). Die Hilfsmittel, die auch zur Einführung dienen können, wurden von MitarbeiterInnen des Instituts für Geschichte der Universität Wien erstellt. Das Material, das 2004 verfasst wurde, soll laut Vorwort einerseits eine erste Orientierung für Studierende der Geschichtswissenschaft bieten, andererseits auch Interessierten einen Ausgangspunkt zur Literatur- und Informationsrecherche verschaffen [1]. Die Literaturangaben orientieren sich daher an den Studienplänen und an den Beständen der Universitätsbibliothek sowie der Fachbereichsbibliotheken an der Universität Wien. Das Kapitel zur Österreichischen Geschichte, das natürlich eine unvollständige Bibliografie wiedergibt, ist in folgende Abschnitte unterteilt: Österreichbegriff, Überblicke, Länder- und Regionalgeschichte, Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Frauen- und Geschlechtergeschichte, Geistes- und Kulturgeschichte, Rechts-, Verfassungs- und Verwaltungsgeschichte, Kirchengeschichte, Militärgeschichte, Nachschlagewerke und Zeitschriften.
LINKS
Das Linkverzeichnis des Instituts für Geschichte ist breit, aber ein wenig unübersichtlich. Deshalb haben wir die für unser Thema wichtigen Ressourcen herausgefiltert und hier direkt verlinkt. Das soll aber die Leserin/den Leser nicht daran hindern, sich auch die anderen Rubriken des Linkverzeichnisses anzusehen.
ARCHIVE Alle für Recherchen wichtigen Archive, unter anderem Staats-, Landes-, Stadt- wie auch Stifts- und Diözesanarchive, finden sich hier. Wer vor allem noch detaillierter Informationen zu Klosterarchiven bedarf, wird auf der Site der Kirchenarchive fündig. An dieser Stelle sei auch auf das im Entstehen begriffene Projekt Monasterium hingewiesen. Dieses versucht ein möglichst vollständiges virtuelles Archiv mitteleuropäischer Klöster und Bistümer zu schaffen.
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