Das umfassendste Angebot und die ohne Zweifel wichtigste Plattform für Umweltgeschichte im Internet bietet das Portal
H-Environment. Hier finden sich neben Rezensionen, Diskussionsforen und Datenbanken auch Seminarpläne und einführende Texte. Da sich etliche der unten beschriebenen Dienste und Angebote über H-Environment erschließen lassen bzw. von dort stammen, wird der Inhalt dieses Portals an dieser Stelle nicht näher erläutert. Betrieben wird H-Environment von den beiden großen umwelthistorischen Verbänden Europas und Nordamerikas, deren Webseiten sich ebenfalls als Einstieg in die Umweltgeschichte eignen. Die
European Society for Environmental History (ESEH) wurde erst 1999 gegründet, mit dem Ziel umwelthistorische Forschung in Europa zu fördern. Die
Programme der mittlerweile drei Konferenzen dieser Gesellschaft und zum Teil auch Abstracts der individuellen Präsentationen sind online einsehbar, ebenso wie
Notepad, der
Newsletter der ESEH. Die
Linkseite schließlich verweist auf etliche europäische Institute, Forschungseinrichtungen und private Projekte, die sich mit Umweltgeschichte beschäftigen. Bei der jüngsten Überarbeitung der ESEH-Seite sind dankenswerter Weise etliche Links, die ins Nichts führten oder die kaum Informationen enthielten (wie etwa der “Job Guide”, die Ankündigung von Ausstellungen oder die “course list”) entfernt worden. Ein knappes Vierteljahrhundert älter als die ESEH ist die 1977 gegründete
American Society for Environmental History (ASEH), deren Webseite ähnlich aufgebaut ist wie die der europäischen Organisation und die ebenfalls Auskunft über Konferenzen, Ankündigungen, etc. gibt.
Ebenso als Ausgangspunkt für die Erkundung der umwelthistorischen Internetlandschaft eignet sich Jan Oosthoeks klar gegliederte
Environmental History Homesite, die allerdings auf ein ähnliches Angebot wie die oben beschriebenen Seiten verweist (was insofern nicht verwunderlich ist, als dass Oosthoek Vizepräsident der ESEH ist).
Umweltgeschichte.de dagegen ist, trotz der Selbstbeschreibung als “Portal zur historischen Umweltforschung in Deutschland", eher eine private Homepage mit beschränktem Wert für diejenigen, die sich in die Umweltgeschichte einarbeiten wollen.
Carolyn Merchants Seite weist zwar viele interessante Links auf, von denen die meisten allerdings dringend einer Überarbeitung bedürften. So führen von den
umbrella sites alle drei Verweise zu einer Fehlermeldung. Kaum besser ist es um die Links unter
Introduction into the Field of Environmental History bestellt (ein Link führt sogar zurück auf die Startseite von Merchants Portal). Zudem tauchen hier E-Mail-Adressen als vermeintliche Links zu Webseiten auf.
Empfehlenswert ist schließlich noch die umwelthistorische Linksammlung von
Academic Info. Hat man sich erst einmal durch zwei Bildschirme mit Werbung geklickt, erwarten einen Verweise zu einigen interessanten Projekten, die über das übliche Angebot hinausgehen - so zum Beispiel der Geschichte von
Love Canal, einem der größten Umweltskandale in der Geschichte der USA, oder Links zum
Archiv der Hudson Bay Company.